Die Unterbrechung oder die Beeinträchtigung von kritischen Geschäftsprozessen
und der Ausfall von zentralen Funktionen im Unternehmen kann gravierende
Auswirkungen haben, von Umsatzeinbußen über den Verlust von Marktanteilen bis
hin zur Existenzgefährdung. Durch Business Continuity Planning werden die
Folgewirkungen von Primärschäden auf ein für das Unternehmen tragbares Maß
reduziert:
Für die kritischen Geschäftsprozesse und zentralen Funktionen wird über die
durch einen Stillstand hervorgerufenen materiellen und immateriellen
Sekundärschäden die maximal tolerierbare Ausfallzeit bestimmt. Eine Alternative
besteht darin, dass die maximal tolerierbaren Ausfallzeiten von der
Geschäftsleitung vorgegeben werden.
Es werden diejenigen Komponenten der technischen und informationstechnischen
Prozessketten sowie der baulichen Infrastruktur herausgefiltert, von deren
Funktionsfähigkeit die Verfügbarkeit der kritischen Geschäftsanwendungen und
Zentralenfunktionen abhängig ist. Weiter wird aufgezeigt, welche
Interdependenzen zwischen diesen Modulen bestehen und welche Schadensszenarien
daraus abgeleitet werden können.
Grundsätzlich kommen folgende Maßnahmenansätze in Betracht:
Eine Wiederanlauffähigkeit bei den Modulen der Infrastruktur wird durch die
obigen Maßnahmenansätze weitgehend erreicht. Teilweise können Schadensereignisse
sogar so abgefedert werden, dass ihre Auswirkungen kaum wahrzunehmen sind. Bei
größeren Schadensszenarien oder wenn Arbeitsplätze und ihre Umgebung betroffen
sind, ist ein weiterer Ansatz zu verfolgen. Die auch nach einem Katastrophenfall
unverzichtbaren Geschäftsprozesse und zentralen Funktionen müssen in einem
Umfang innerhalb einer festzulegenden Zeitdauer wieder aufgenommen werden, so
dass ein Überleben des Unternehmens ermöglicht wird. Also müssen den dafür
benötigten Mitarbeitern Ersatzarbeitsplätze mit erforderlicher
informationstechnischer und technischer Infrastruktur fristgerecht zur Verfügung
gestellt werden. Dies erfordert entsprechende Vorbereitungen.
Für die aufgestellten, abgestuften Szenarien werden in fortschreibungsfähiger
Form die vorgeplanten Reaktionen dokumentiert. Besonderes Gewicht ist auf
Handlungsanweisungen und Checklisten zu legen, die abgestimmt auf die
unterschiedlichen Szenarien und betroffenen Zielgruppen, ein effizientes und
sicheres Reagieren ermöglichen.
Business Continuity Planning gehört seit 1985 zum Leistungsspektrum der
VZM GmbH.