Mandantenfähigkeit

Unternehmen sind hoch lebendige Gebilde. Jede Veränderung hat Auswirkungen auf andere Bereiche in unterschiedlicher Intensität und Konsequenz. Ein sicherheitsbedürftiges Unternehmen baut eine neue Hauptverwaltung nur für sich. Nachdem die Verwaltung bezogen worden ist, werden organisatorische Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. So werden Profitcenter ausgegründet. Sie verselbstständigen sich immer stärker bis hin zum Verkauf an Investoren. Die wiederum ziehen aus und verlagern das erworbene Unternehmen an einen anderen Standort. Die frei gewordenen Flächen sollen vermietet werden. Dadurch werden innerhalb des Gebäudes Fremdpersonen zu erwarten sein, auf die man keinen disziplinarischen Einfluss hat, die unterschiedliche Sicherheitsvorstellungen, unterschiedliche Sicherheitsbedürfnisse und unterschiedliche Firmenphilosophie vertreten. Man geht dann hin und setzt an den verschiedenen Etagenzugängen nachträglich Zutrittskontrollsysteme ein etc. Das heißt, es werden „Krücken" geplant, die - wenn man von vornherein das Unternehmensgebäude mandantenfähig konzipiert hätte - nicht die Sicherheit so stark gefährdeten.

Mandantenfähigkeit ist die praktische Seite der Antizipation solcher Entwicklungen. Drei wesentliche Aspekte, die wir bei der mandantenfähigen Ausprägung von Bauobjekten betrachten, sind

  • Nutzungsänderungen  
  • Flächenerweiterungen oder -schrumpfungen 
  • technische Anforderungen an die Infrastruktur.