Keine Angst vor Räumungsübungen!

Unser Land genießt eine der nied­rigsten Unfallraten unter den Industrienationen. Dies kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Resultat umfangreicher Arbeits­schutzvorschriften. 

Im Arbeitsschutzgesetz ist auch die Räumung von Gebäuden, Produk­tionsstätten etc. verankert. Der Arbeitgeber ist also per Gesetz ver­pflichtet „entsprechend der Art der Arbeitsstätte und der Tätigkeiten sowie der Zahl der Beschäftigten die Maßnahmen zu treffen, die zur Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten er­forderlich sind". 

Allerdings stellt man immer häufiger fest, dass Unternehmen keine Räumungs­übungen mehr durchführen. Oder sie wer­den zeitlich derart hinaus gezögert, dass sehr lange Zeiträume entstehen und eine erfolgreiche Räumung nur vom Glück, aber nicht mehr vom Können abhängig ist. Zum Teil sind die Gründe, die als Recht­fertigung aufgeführt werden, mehr als will­kürlich. Dabei sind die gesetzlichen Vor­schriften recht eindeutig.

Im Falle von Personenschäden wird spätestens dann die Staatsanwaltschaft die berechtigte Frage stellen, ob das Not­wendige und Angemessene unternommen wurde, um Schaden abzuwenden. Beson­ders wichtig dabei ist, dass nach der be­stehenden Rechtsprechung schuldhafte
Versäumnisse unterstellt werden und damit die Beweislast beim Verantwort­lichen liegt.

Damit es nicht so weit kommt, schult und unterstützt die VON ZUR MÜHLEN´SCHE GmbH die Verant­wortlichen bei der Durchführung von Räumungsübungen in den eigenen Betrieben. Dabei wird der Focus auf die Gegebenheiten vor Ort, die Mitarbeiter­struktur, die ggf. speziellen Sicherheits­vorschriften im Unter­nehmen und anderes mehr gelegt.

Unter anderem werden folgende Themen im Detail durchleuchtet:

  • Benennung und Unterweisung von Räumungsbeauftragten
  • Partielle Schulung von Beschäf­tigten, Begehung der Bereiche, Informationen zu den Flucht- und Rettungswegen, den Alar­mierungs­signalen, den Sam­melpunkten etc.
  • Ausarbeitung von organisatori­schen Maßnahmen im Vorfeld, evtl. unter Einbindung externer Kräfte in die Räumungsübung
  • Überprüfung der Flucht- und Rettungspläne auf Plausibilität
  • Weitere Hilfen zu vorbereiten­den Schritten vor der Räu­mungs­übung wie z.B. die Infor­mation des Versicherers, der Feuerwehr, der Polizei, Verkehrsbetriebe etc.
  • Bestimmung der erforderlichen Ausrüstung für die Räumungs­beauftragten
  • Festlegung der Art der Räu­mungs­übung. Je nachdem, wie lange die letzte Übung zurück­liegt, wird gemeinsam entschie­den, ob eine angekündigte Teil- oder Total­räumung, eine unan­gekündigte Teil- oder Total­räumung oder eine Unterrich­tung mit anschließender Begehung der Fluchtwege statt­finden soll
  • Sicherstellung, dass Rettungs­wege, Ausgänge und auch die Sammel­plätze ausreichend gekennzeichnet sind und für die Übung freigehalten werden
  • Manöverkritik mit den Verant­wortlichen und deren Helfer nach der Übung