Neubau der Schaltleitwarte TransnetBW

TransnetBW errichtete eine neue Hauptschaltleitung zur Steuerung des Übertragungsnetzes in Baden-Württemberg. VZM begleitete das Projekt über alle sicherheitsrelevanten Phasen hinweg – von der Standortbewertung und Sicherheitskonzeption über die Bewertung des Architektenwettbewerbs bis hin zur Planung und Koordination der sicherheitstechnischen Systeme. Das Ergebnis ist ein hochverfügbarer Neubau mit Leitwarte, Rechenzentrum und sicherheitsrelevanten Betriebsflächen.
Auftraggeber

TransnetBW

TransnetBW mit Sitz in Stuttgart ist einer von vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern und versorgt rund elf Millionen Menschen zuverlässig mit Strom. Das Unternehmen ist verantwortlich für den Betrieb, die Instandhaltung und den bedarfsgerechten Ausbau des Transportnetzes.

Aufgrund seiner systemkritischen Funktion stuft das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) TransnetBW als Kritische Infrastruktur (KRITIS) ein, was strenge Anforderungen an Sicherheit, Robustheit und Nachweisbarkeit mit sich bringt.

Mitarbeitende

ca. 6.000 (Innen- und Außendienst)

Versorgung

ca. 11 Mio. Menschen

Standorte

Stuttgart

Branche

Energie / Übertragungsnetz

Projektbeschreibung

Ausgangslage & Zielsetzung

Um den steigenden Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden, benötigte TransnetBW eine neue Hauptschaltleitung. Der Standort musste bauliche, räumliche und sicherheitstechnische Anforderungen gleichermaßen erfüllen und den Betrieb einer kritischen Infrastruktur langfristig absichern.

VZM wurde beauftragt, die Entscheidung und Umsetzung in zentralen Projektphasen zu begleiten: von der Standortbewertung über die Erstellung eines Sicherheitskonzepts auf Basis einer qualifizierten Gefährdungs- und Risikoanalyse bis hin zur Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung der sicherheitstechnischen Systeme.

Ein wesentlicher Schritt war zudem die Unterstützung bei der Bewertung des Architektenwettbewerbs, um sowohl architektonische und sicherheitstechnische Anforderungen zu erfüllen.

Das Ziel bestand darin, die RZ-Infrastruktur grundlegend zu erneuern, die Flächen effizienter zu nutzen und die technische Versorgung so auszubauen, dass Verfügbarkeit, Redundanz und Betriebssicherheit langfristig gewährleistet sind.
VZM wurde beauftragt, dafür das technische Gesamtkonzept zu entwickeln und dessen Umsetzung qualitätssichernd zu begleiten.

Besondere Herausforderungen

Der Neubau umfasste sicherheitskritische Funktionsbereiche und erforderte eine präzise, gewerkeübergreifende Abstimmung. Zentrale Herausforderungen:

  • Funktionsanforderungen an Türen:
    Brandschutz, Zutrittskontrolle, Fluchtwegsicherung, EMA, Schleusenfunktion
  • Integration zahlreicher Gewerke:
    Türen, Elektrik, Sicherheitstechnik
  • Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller Tür- und Sicherheitssysteme
  • Planung einer Sicherheitszentrale in Anlehnung an DIN EN 50518 (Alarmempfangsstellen)

Vorgehen

VZM begleitete TransnetBW über alle sicherheitsrelevanten Phasen hinweg und stellte die korrekte Umsetzung der KRITIS-Anforderungen sicher:

  • Standortbewertung und Unterstützung in der Entscheidungsfindung
  • Gefährdungs- und Risikoanalyse als Grundlage für das Sicherheitskonzept
  • Bewertung des Architektenwettbewerbs mit Fokus auf Sicherheitsumsetzung
  • Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung der sicherheitstechnischen Systeme
  • Koordination sicherheitsrelevanter Gewerke und Schnittstellenklärung

Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller Sicherheits- und Türsysteme

Rolle VZM

Standortbewertung, Gefährdungs- und Risikoanalyse, Sicherheitskonzept, Bewertung Architektenwettbewerb, Planung, Ausschreibung, Bauüberwachung

VZM-Projektphase

3 Jahre

Bauphase

2 Jahre

Projektschwerpunkt

Neubau der Hauptschaltleitung für ein KRITIS-Unternehmen

Fokus

Umsetzung aller sicherheitsrelevanten Anforderungen über Gewerke hinweg

ERFOLGE / KPIS

Neue hochverfügbare Hauptschaltleitung – sicher, funktional und KRITIS-konform

Mit dem Neubau erhielt TransnetBW eine moderne, robuste und zukunftsfähige Leitstelle inklusive sicherheitstechnischer Infrastruktur. Alle Gewerke wurden so ausgeführt, dass sie die Funktionsfähigkeit dieser KRITIS-Liegenschaft zuverlässig gewährleisten.

Ergebnisse im Überblick:

Projektbericht

Ausführliche Darstellung von Vorgehen & Ergebnissen.

Loibl
Projektleitung

Peter Loibl

Geschäftsführer

Berät seit über 30 Jahren europaweit KRITIS-Unternehmen bei Leitstellen, Leitwarten, Rechenzentren und sicherheitskritischen Infrastrukturen. Er ist gefragter Referent bei renommierten Veranstaltern.

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